Was ist eine DIN-Norm?

Die Normung der DIN ist ein unter Anleitung des Deutschen Instituts für Normung ausgearbeiteter Standard, in welchem immaterielle und materielle Gegenstände vereinheitlicht sind. Die DIN-Normen entstehen auf Anleitung und durch Initiative interessierter Kreise, wobei Übereinstimmungen unter allen Beteiligten ermöglicht wird.

Die Normen der DIN basieren auf den Ergebnissen aus Technik, Wissenschaft und Erfahrung und dienen vor allem der Allgemeinheit. Die DIN werden im Prozess einer Normung erstellt und erarbeitet.

Normen der DIN sind reine Empfehlungen und können bei Bedarf angewandt werden. Generell handelt es sich hierbei um private Regelwerke, die einen Empfehlungscharakter besitzen. Diese können aber hinter dem neuesten Stand der Technik bleiben, haben aber eine Vermutung, dass sie auch den aktuellen Stand abbilden. Die Vermutung kann durch spezielle Sachverständigenbeweise allerdings widerlegt werden.

Manchmal allerdings macht sich auch der Gesetzgeber das Vorhandensein der DIN-Normen zunutze und legt diese zwangsläufige Anwendung durch Verordnungen und Gesetze fest. Es steht auch jedem frei, bei Maschinenspezifikationen, Ausschreibungen, Baubeschreibungen oder technischen Festlegungen auf das bestehende Werk der Normen zurückzugreifen und die schriftlich definierten Beschreibungen als feste Werte zunutze zu machen.

Die Gesamtheit aller Nomen der DIN wird als Deutsches Normenwerk bezeichnet. Europäische und Internationale Normen, welche vom DIN übernommen worden sind, werden auch DIN-Norm genannt und sind ein Teil des Deutschen Normenwerkes und werden vom Deutschen Instituts für die Normung beaufsichtigt.

Geschichte der DIN-Normen

Bereits im Ersten Weltkrieg war es bedeutend, dass die Materialbeschaffung vereinheitlicht wurde. Daher wurde im Jahre 1917 der Ausschuss für Normen im Maschinenbau gegründet. Er wurde nur wenige Monate später in den Normenausschuss für die deutsche Industrie umbenannt, deren Ergebnisse als DIN bezeichnet wurden. Die Bezeichnung DIN-Norm für Ergebnisse des NDI wurde jedoch alsdann wieder verworfen. Stattdessen trat das offizielle Kurzzeichen DIN in Kraft. Nach der zweiten Namensänderung des Normenausschusses der Deutschen Industrie in den Namen Deutscher Normenausschuss 1926 wurde die DIN nicht mehr als Deutsche Industrie-Norm, sondern als das ist die Norm gedeutet. Die beiden Deutungen sind allerdings überholt, auch wenn sie heute immer noch in Erinnerung sind. Heute gilt jedoch der Name DIN als Zeichen der Gemeinschaftsarbeit des Deutschen Institutes für die Normung e. V.

Die erste DIN-Norm wurde 1918 veröffentlicht und beinhaltete die: „DIN 1 – Kegelstifte“. Sie galt bis 1992, als diese durch die europäische Norm 22339 neu definiert wurde. Im Jahre 1927 erschien die 3.000. Norm. Dieses Normenwerk umfasste dann im Jahre 1948 8.200 Normen. 2012 waren es bereits 33.149 DIN.


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