Was ist eine Bohrungstabelle?

Der Begriff Bohrungstabelle stammt aus dem Werkzeug- beziehungsweise Maschinenbau. Genauer gesagt aus der Herstellung einzelner Teile mittels CNC-Maschinen. Sie betrifft Bohrungen sowohl mit als auch ohne Gewinde. Genutzt wird eine Bohrungstabelle hauptsächlich in der Konstruktion. Man findet sie auf sogenannten Fertigungszeichnungen. Dort sind die Teile entweder in 2D oder in 3D abgebildet. Mit ihrer Hilfe sieht der Maschinenbediener, wie das fertige Teil anschließend aussehen soll, und wo sich die Bohrlöcher befinden.

Wo werden Bohrungstabellen eingesetzt?

Mit einer Bohrungstabelle können bestimmte Bohrinformationen in einem tabellarischen Format erstellt werden, beispielsweise in CAD-Programmen wie SOLIDWORKS.

Konkret: In einer Bohrungstabelle werden die einzelnen Bohrlöcher, ihre Maße und ihre Position von links nach rechts, beziehungsweise von oben nach unten, sortiert. Sobald die Tabelle erstellt ist, werden dann die Beschriftungen und die Ursprungspunkte auf der X- beziehungsweise Y-Achse angezeigt. Zudem sind die Bohrungen in der Tabelle nach Größe sortiert. Anschließend kann mithilfe der Tabelle auch eine sogenannte Bohrungsübersicht erstellt werden. Zudem können in der Bohrungstabelle auch noch die Toleranzen festgelegt werden – also wie viel die Löcher vom Ursprungsplan abweichen dürfen. Entweder für ein einzelnes Bohrloch oder gesamt.

Wird beispielsweise die Größe eines Bohrloches durch einen Konstrukteur verändert, dann wird dies, je nach Programm, automatisch sofort in der Bohrungstabelle geändert. Das erspart stundenlanges erneutes Vermessen. Natürlich werden die Werte in der Tabelle dann auch neu sortiert.

Manche Programme beschriften die Bohrlöcher auch noch mit einem Etikett. Dieses entspricht einer Zeile in der Bohrungstabelle. Diese Etiketten können alphabetisch oder numerisch beschriftet sein.


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